Archiv der Kategorie: Jazzherbst

33. KONSTANZER JAZZHERBST

Mi. 17. – Sa. 20.10.2012

33. KONSTANZER JAZZHERBST

33 Jahre dauert es bis Sonnenzeit und unsere irdische Zeitrechnung wieder synchron laufen. Mit dazwischen liegenden acht Schaltjahren gleichen wir die Abweichungen aus. Nach 33 Jahren also schwingen Sonne, Mond und Erde wieder im gleichen Rhythmus. Vor 33 Jahren begann auch die Zeitrechnung unseres Festivals. Der Schwung hat über all die Jahre gehalten und unterschiedlichste Programm geboren.

Dieses Jahr erleben wir unterschiedliche Generationen von Musikern und Musikerinnen, wir erleben, wie junge Musiker von den Arrivierten gefördert werden und die Arrivierten von beeindruckender Frische durchdrungen sind. Sie alle befruchten sich und finden wie Sonne, Mond und Erde einen gemeinsamen Rhythmus, der uns mit bester Laune und großer Erwartung in die kommenden 33 Jahre blicken lässt.

Zu allen Gruppen finden Sie Hörproben auf unserer Webseite www.jazzclub-konstanz.de. Wir freuen uns über Kommentare und Vorschläge, die Sie dort eintragen.

>> Tickets bestellen!

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Mi. 17.10.2012 | 20:00 Uhr
Kulturzentrum am Münster / Wolkensteinsaal
Eintritt 22 € / ermäßigt 18 € / Mitglieder 14 € >> Karten bestellen

THREE FALL (D)

Lutz Streun (ts, bcl), Til Schneider (tb), Sebastian Winne (dr, perc)

Three Fall

Im September erst zurück von einer China-Tour, für die sie vom Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt unterstützt wurden, eröffnen die drei jungen Musiker von Three Fall den diesjährigen Jazzherbst. Das Köln-Berliner Trio mit der seltenen Besetzung Posaune, Schlagzeug, Tenorsaxophon bzw. Bassklarinette hat seit der Gründung und dem baldigen Gewinn des „future sound 2008“-Wettbewerbs der Leverkusener Jazztage auf einigen großen Festivals auf sich aufmerksam gemacht und ist mittlerweile sehr gefragt.

Beim BR Klassik hieß es „Die drei Musiker sind keine gewöhnliche Jazzband“ und so wie die beiden Bläser sich abwechselnd im Dialog, im Streit oder gegenseitiger Ergänzung befinden, vom Schlagzeuger mal angefeuert oder wieder „runtergebracht“ werden – das klingt unkonventionell und professionell, Genreseinteilungen in Jazz, Hip Hop oder Rockmusik spielen hier keine Rolle mehr. Neben dem Engagement bei Three Fall hat Lutz Streun in Berlin-Neukölln eine Saxophonschule gegründet, Til Schneider produziert Soul und Hip Hop und Sebastian Winne tritt mit weiteren Bands auf, deren Repertoire von Elektro-Free- bis Ethno-Oriental-Jazz reichen.

Bereits auf CD erschienen sind „Bomboclive“ , Live-Aufnahme von 2010 bei Konnex und „On a walkabout“ 2011 bei ACT, für das Frühjahr 2013 ist ein neues Album angekündigt.

http://threefall.de
www.youtube.com

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WOLLNY – HAUSMANN – STERNBERG (D, USA)

Michael Wollny (p), Ib Hausmann (cl), Guy Sternberg (labtop)

„Ich kann es nicht verstehen, dass man den Tod von Kindern besingen kann, wenn man sie eine halbe Stunde vorher, heiter und gesund, geherzt und geküsst hat.“ (Alma Mahler 1904)

Es ist schwere Kost, mit der sich der Pianist Michael Wollny auseinandersetzt. Eine radikale Annäherung an eine Totenklage, ein romantischer Versuch über einen elementaren Kontrapunkt und eine Perspektive, aus der die Reue, der Verlust, der Schmerz und das Sehnen ins Blickfeld geraten können, ohne ausschließlich Zitat zu sein: ein Programm mit, zu und über die Kindertotenlieder von Gustav Mahler für drei improvisierende Musiker. Der zweifache Echo-Preisträger Michael Wollny, der mit seinem expressiven Spiel längst die Grenzen zwischen E- und U-Musik überwunden hat spielt gemeinsam mit dem Klarinettisten Ib Hausmann, der sich selbst als begeisterten Interpreten klassischer und zeitgenössischer Musik bezeichnet, häufiger Gast bei der Südwestdeutschen Philharmonie ist und am So. 21. Okt. mit dem Cuarteto Casals bei den Konstanzer Solistenkonzerten zu hören, und Guy Sternberg, der mit seinen elektronischen Geräten den Klangreichtum dieses Trios erweitert.

„Ein außergewöhnliches musikalisches Abenteuer, das alle Aufmerksamkeit fordert und unter die Haut geht.“ bin, Nürnberger Nachrichten (DE), 06. November 2010

Hörproben:
www.michaelwollny.com
www.myspace.com/michaelwollny
www.youtube.com

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Do. 18.10.2012 | 20:30 Uhr
K9, Hieronymusgasse 3
Eintritt 22 € / ermäßigt 18 € / Mitglieder 14 € >> Karten bestellen

FREDY STUDER SOLO (CH)

Fredy Studer (dr)
www.fredystuder.ch

Fredy Studer

Große stilistische Breite ist geradezu ein Markenzeichen des Luzerner Schlagzeugers. Seine Spielerfahrung reicht in die frühen siebziger Jahre zurück. Studer war „Drümmeli-Maa“ bei der Baseler Fastnacht, später Mitglied unterschiedlichster Gruppen und Projekte, Freelancer bei Ensembles von „A“ wie John Abercrombie bis „Z“ wie John Zorn, weiter beschäftigt er sich mit dem seit 1990 bestehenden Hardcore-Chambermusic-Trio Koch-Schütz-Studer, der Band Phall Fatale, dem Jimi Hendrix-Projekt mit Christy Doran, Erika Stucky und Jamaaladeen Tacuma, einem Duo mit dem Altmeister und Percussion-Zauberer Pierre Favre. 1987 arbeitet er als Mitglied des Robyn Schulkowsky Ensembles“und interpretierte Stücke von Komponisten wie Steve Reich, Edgar Varèse und John Cage.

Die Musik ist stilistisch vielseitig, aber deswegen nicht beliebig. So setzte Studer Meilensteine als einer der ersten Schlagzeuger, der offene Improvisation und Grooves in seinem Stil verband. Die Fachzeitschrift „Drums & Percussion“ würdigte ihn mit der Vergabe eines Ehrentitels als „ohne Zweifel einen der innovativsten Drummer Europas“.

Fredy Studer also, obwohl seit über 50 Jahren auf der Szene aktiv, ist auch heute sicher kein Lieferant alter Kamellen – vielmehr ein hochinteressanter Zeitzeuge und einer der Protagonisten moderner Spielweise, die nicht zur Ruhe gekommen sind.

Weitere Informationen, aktuelle Projekte und Ensembles:

Hörproben:
www.fredystuder.ch
www.myspace.com/fredystuder
www.youtube.com

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PHALL FATALE (CH, GB)

Fredy Studer (dr, perc), Joana Aderi (electr, voice), Joy Frempong (voice, sampl, small instr), John Edwards (db), Daniel Sailer (db, electr. dev)
Sound by Jean-Claude Pache od. Daniel Schneider

Phall Fatale

PHALL FATALE wurde vom Schlagzeuger Fredy Studer im Frühjahr 2008 gegründet. Die Besetzung ist exzentrisch: zwei Kontrabässe, zwei Frauenstimmen, Elektronik und Schlagzeug. Seltsam auch das Klangbild: Die Stimmen der Sängerinnen mischen sich mit scharfen Elektronik-Sequenzen und dem Kraftwerk von zwei Kontrabässen.

Studer war in den achtziger Jahren in der populären Jazzrockszene mit dem Ziel unterwegs, die Verbindung zwischen Jazz und Rock zu erkunden. Phall Fatale zeigt, dass dabei nicht notwendig Jazzrock herauskommen muss. In den anschliessenden Jahren hat Studer seinen unverwechselbaren Stil verfeinert, die Entdeckerfreude und der satte Groove sind geblieben. Studer sorgt in Phall Fatale dafür, dass Improvisationen und Song zusammenfinden und schafft somit Raum für die beiden Sängerinnen. Diese beiden haben ein Stimmen-Pingpong entwickelt, das zwischen folkartiger Lyrik und beunruhigenden Träumen oszilliert. Sie erzeugen eine Klangwelt, die von bizarren Klangarchitekturen bis zu groovigen Soundscapes reicht.

Joy Frempong und Joana Aderi sind neben Gesang auch für allerlei elektronische Spielereien zuständig. Sie steuern auch eigene Stücke bei. Diese liegen irgendwo zwischen Soul und Jazz. Eingestreut in den Reigen an Eigenkompositionen finden sich auch Coverversionen von Bob Dylan und Nina Simone, die dann so gar nichts mehr mit ihren Originalen zu tun haben.

Bei Phall Fatale gelingt es den Musikern, eine Melange aus unterschiedlichen Stilen wie Soul, Jazz, Rock, Elektronik und Dub zu einem überaus eigenständigen und faszinierenden Gesamtwerk zusammenzufügen, das eigensinnig klingt und sich jeglicher Klassifizierung entzieht. Mehr noch: Die individuellen musikalischen Herangehensweisen der Musiker des Quintetts fügen sich auf geradezu gespenstische Art und Weise zu einer Einheit zusammen – Es muß eben nicht Jazzrock sein…

Hörproben:
www.myspace.com/phallfatale
www.youtube.com

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Fr. 19.10.2012 | 20:00 Uhr
Kulturzentrum am Münster
Eintritt 25 € / ermäßigt 20 € / Mitglieder 15 € >> Karten bestellen

RIESSLER – CHARIAL – DUO (D, F)

Michael Riessler (bcl), Pierre Charial (Drehorgel)

Hörproben:
www.youtube.com
www.youtube.com

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Michael Riessler BIG CIRCLE (D, F, USA)

Michael Riessler (bcl), Andereas Unterreiner (tp), Johannes Schneider (tp), Max Merseny (sax), Stephanie Lottermoser (sax), Peter Palmer (tb), Peter Laib (tb), Pierre Charial (Drehorgel), Manuel Orza (b), Robby Ameen (dr)

Michael Riessler

Michael Riessler

Mit seiner gänzlich eigenen Sprache gehört Michael Riessler zu den wenigen Musikern, die sich im Jazz wie auch in der Neuen Musik behaupten können. Improvisatorische Emphase und intellektuelles Kalkül fliessen ineinander. Seine Improvisationsmodelle schöpfen souverän aus allen Formen vergangener und gegenwärtiger Musik.

BIG CIRCLE nennt der in München lebenden Klarinettist und Komponist sein jüngstes Projekt. Die Musiker gaben ihr gemeinsames Debüt 2008 auf dem Jazzfest im österreichischen Saalfelden. „Eine Ästhetik jenseits der Fassbarkeit, abseits dessen, was Sprache auszudrücken vermag“ urteilte ein Kritiker über den Auftritt.

„Es sind ausschließlich Blasinstrumente im Einsatz. Das Gegengewicht dazu ist das Schlagzeugspiel von Robby Ameen, den ich seit vielen Jahren schon kenne und der schon bei vielen meiner Projekte (z. B. Momentum Mobile, Honig & Asche) mitgewirkt hat. In dem Stück geht es um das Verhältnis zwischen diesen beiden Kräften, dem Schlagzeug und den gewaltigen, massiven Bläsern, die zum Teil die lochkartengesteuerte Drehorgel von Pierre Charial mit ihren ungeahnte Klangmöglichkeiten übernimmt.“ Das Ergebnis: Eine im wahrsten Sinne des Wortes furiose musikalische Reise, ungeheuer temperamentvoll, die bei aller musikalischen Komplexität ungeheuer groovt!

Das im Februar 2012 bei Intuition erschienene Album wurde von der Kritik begeistert gefeiert! Im Duo mit seinem langjährigen Partner Pierre Charial an der Drehorgel leitet Michael Riessler den Abend ein.

Hörproben:
[audio:https://www.jazzclub-konstanz.de/wp-content/uploads/2012/04/Michael_Riessler_BIG_CIRCLE_Net.mp3|titles=Michael Riessler BIG CIRCLE]

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Sa. 20.10.2012 | 20:00 Uhr
Kulturzentrum am Münster
Eintritt 25 € / ermäßigt 20 € / Mitglieder 15 € >> Karten bestellen

RABBIT RABBIT (USA)

Carla Kihlstedt (voice, viol), Matthias Bossi (dr, perc, keyb, voice, b-harmonica)

Carla Kihlstedt Matthias Bossi

Carla Kihlstedt und Matthias Bossi tanzen auf vielen Hochzeiten. Neben ihrem Mitwirken an Fred Friths Cosa Brava verfolgen sie eigene Projekte wie Sleepytime Gorilla Museum, Tin Hat Trio, 2 Foot Yard und The Book Of Knots. Man findet die Namen der experimentierfreudigen MultiinstrumentalistInnen auch bei Tom Waits, Madleine Peyroux, Laurie Anderson, Yoko Ono und Carla Bozulich. Sie bewegen sich gewandt zwischen Independent Pop, Improvisation und Jazz. Beim Duo-Projekt Rabbit Rabbit steht die gemeinsame Liebe des Musiker-(Ehe-)Paares zu Kunstlied, Folk-Songs, improvisierter Musik und Balladen im Mittelpunkt. Mit ihren reduzierten, intimen, zwischen Rohheit und Schönheit angesiedelten Stücken gelingt es Kihlstedt und Bossi, die ZuhörerInnen in ihren Bann zu ziehen.

Hörproben:
http://kihlstedtbossi.bandcamp.com
http://rabbitrabbitradio.com
www.youtube.com

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Manfred Bründl SILENT BASS (D)

Rainer Böhm (p), Hugo Read (sax), Manfred Bründl (b), Jonas Burgwinkel (dr)

Manfred bruendl SILENT BASS

Manfred Bründl erhält den je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und vom Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Jazzpreis 2012. Die jüngste Veröffentlichung „Tip Of The Tongue: A Tribute to Peter Trunk“, die Bründl mit seiner neuesten Formation Silent Bass eingespielt hat, gab für die Jury auch den Ausschlag zur Wahl des 1959 in Regensburg geborenen Kontrabassisten. Es handelt sich um eine würdige Hommage an den 1973 verstorbenen Bassisten Peter Trunk und beeindruckte die Juroren vor allem wegen Bründls differenziertem Umgang mit der Geschichte des deutschen Jazz. Er sei von Trunks musikalischer Offenheit und Neugier fasziniert, von dessen technischer Präzision, den vielen Klangnuancen seines Tons, dem kraftvollen und energiereichen Spiel, sagt Bründl selbst.

Bevor es zur Preisverleihung am 31. Oktober nach Ludwigshafen geht, wird das Quartett, dem auch der Pianist Rainer Böhm, der Saxophonist Hugo Read und der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel angehören – allesamt bestens bekannt – in Konstanz Halt machen. Man darf gespannt sein!

“ You should be very proud of your tribute to Peter – fantastic writing and playing – everyone. Congrats!!” Dave Liebman, NY, Januar 2012

Hörproben & Infos:
www.manfredbruendl.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Bründl

Tipp: Wiedergabe der Preisverleihung in Ludwigshafen ist am Dienstag, 20. November 2012, ab 21.03 Uhr in der Sendung „SWR2 Jazz Session“.

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Unser Dank gilt der Stadt Konstanz, dem Land Baden-Württemberg, der Kulturstiftung des Kantons Thurgau, der Stiftung Pro Helvetia und den Werbepartnern, die durch großzügige Unterstützung auch dieses Festival ermöglicht haben. Ein besonderer Dank auch an Hubl Greiner für seine Mitarbeit am Programm und sein Engagement im Jazzclub Konstanz.

32. Konstanzer Jazzherbst 2011

Mi. 26. – Sa. 29.10.2011
K9 und Kulturzentrum am Münster

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Mi. 26.10.2011
20 Uhr
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
Eintritt 22 € / ermäßigt 18 € / Mitglieder 14 €    >> Karten bestellen

KONSTANZER BEGEGNUNGEN
Nils Wogram trifft …

Die Festivaleröffnung gehört dem Musiker, der seit vielen Jahren zu den weltweit führenden Posaunisten zählt. Als gern gesehener Gast beim Jazzclub Konstanz (Lucas Niggli´s Zoom, Festivalband 2002, Root 70, Big Zoom, Undercarl) gestaltet Nils Wogram „seinen“ Abend  und lässt gleich mehrere Posaunen erklingen. Seine Working Bands entwickelte er kontinuierlich über die Jahre weiter. Als  Bandsleader überzeugt er genauso wie als Solist, Komponist und Sideman.

Beim Kollektiv VERTIGO TROMBONE QUARTET sind stilistische Grenzen kein Thema. Die Musiker sind sowohl im Jazz, in der zeitgenössischer Klassik und der freien Improvisation zu Hause. Ihr satter, vielstimmiger Posaunenklang wird in der FESTIVALBAND von den Rhythmikern Dejan Terzic und Patrice Moret unterstützt.

  • NILS WOGRAM (tb) Solo
  • VERTIGO TROMBONE QUARTET
    (N.W., Bernhard Bamert, Andreas Tschopp, Jan Schreiner)
    www.myspace.com/vertigotrombonequartet
  • NILS WOGRAM FESTIVAL BAND
    feat. Dejan Terzic (dr) und Patrice Moret (b)

Nils Wogram

www.nilswogram.com

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Do. 27.102011
19:30 Uhr
K9 Hieronymusgasse 3
Eintritt 25 € / ermäßigt 20 € / Mitglieder 15 €    >> Karten bestellen

MORGENTHALER – RÖLLIN DUO

Das Duo Morgenthaler/Röllin –  das ist zeitgenössische Musik auf hohem Niveau. Als versierte Interpreten des „instant composing“,  die sie sind, bringen sie komponierte Themen und frei improvisierte Passagen in schlüssiger Form und wechseln dabei spielend die Funktion zwischen Solist,  Strukturbauer, Sound-Erfinder, musikalischem Unterstützer und Herausforderer. Mit einem Wort: spannende Musik.

Der Sound kommt reichlich elektrisch, ähnlich dem der Erfinder des Elektro-Sounds um Miles Davis, Joe Zawinul und anderen Soundtüftlern, zu Zeiten als nach der Hardbop-Ära rockige und synthetische Sounds das Klangbild bestimmten. Robert Morgenthaler gibt der Musik aus seiner reichen und vielfältigen musikalischen Biographie heraus horizontale Weite: von Spieltechniken des klassisch ausgebildeten Instrumentalisten über Hard Bop-Phrasierungen bis zu den polyphonen Techniken von Albert Mangelsdorff.

Urs Röllin baut auf vielfältige Weise harmonische und perkussive Strukturen, glänzt als Solist und setzt manchmal mit kräftigen Noise- und Rock-Partikeln vertikale Marken. Unüberhörbar ist die Spielkultur, welche die beiden versierten Musiker seit über zehn Jahren im Quartett „unart 4.0“ auf hohem Niveau entwickeln. Stationen ihrer vita auf dem Weg dahin sind bei beiden Musikern markant ungleich und dennoch wohl Voraussetzung für ihre gemeinsamen Projekte.

Robert Morgenthaler (tb), Urs Röllin (g)

Morgenthaler-Roellin

www.ursroellin.ch

DASKwartett

Sieht aus wie ein konventionelles Streichquartett, ist aber ein ausgesprochen individualistisch geprägtes Solisten-Ensemble unterschiedlicher Charaktere. „So spannend spielen Streicher selten“ schrieb die WAZ schon 2007. Andere meinen: „Eine außergewöhnliche Kammermusik“, „eine tatsächlich zeitgenössische Improvisationsmusik“,  „eine neue, ideenreiche Formation der zeitgenössischen Kammermusik“ oder „der richtige Weg, um mit dieser klassischsten aller klassischen Kammerbesetzungen eine tatsächlich zeitgenössische Improvisationsmusik zu zelebrieren“.

Es gibt viele Gründe, auf dieses deutsch-niederländische Quartett  gespannt  zu sein.

Sabine Rau (vl, comp), Antje Vetter (vl, comp), Anna-Sophie Becker (va, comp), Beate Wolff (vc, comp)

daskwartett

www.daskwartett.de

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ANGELIKA NIESCIER NEW YORK TRIO

„Das vielleicht aufregendste Saxophon im deutschen Jazz“ spielt die polnisch-deutsche Musikerin Angelika Niescier. Sie gehört zu jenen außergewöhnlichen Frauen, die seit einiger Zeit der europäischen Jazzszene neue Konturen geben. Sie ist eine zielstrebige Jazzkünstlerin mit unbändiger Energie, reichhaltiger Tonpalette und virtuoser Technik. „Ich bin Coltrane-geschädigt“, sagt Angelika mit leicht kokettem Ton.

Und doch gehört sie nicht zu den Hunderten von Coltrane-Nachahmern, sondern verbindet in ihren Kompositionen und Improvisationen ganz unterschiedliche Einflüsse aus 50 Jahren Jazzgeschichte mit einem sehr europäischen Formbewusstsein – und entwickelt daraus etwas ganz Eigenes, Innovatives. In ihrer Musik versöhnen sich komplexe Staccato-Themen mit lyrischen Stimmungen und verstörenden Minimalismen oder brechen in unaufhaltsame Vitalität und freie Kollektive aus (sonic).

Am 27.Oktober beginnt Angelika Niescier in Konstanz ihre Deutschland Release Tour „quite simply“ in dem New York Trio mit Christopher Tordini und Gene Jackson. Für alle, die Angelika Niescier mit ihrer Formation Sublim III in Singen in der GEMS gehört und gut gefunden haben, ist diese Gruppe eine dringend zu empfehlende auditive Erweiterung. Nach den sehr erfolgreichen 3 CDs mit ihrer Gruppe „Sublim“ geht Niescier einen Schritt weiter und fügt die nächste herausragende, schillernde Facette in Ihr künstlerisches Schaffen. Luzid, poetisch und gleichzeitig von virtuos umgesetzter tiefer innerer Kraft fasziniert ihre Musik die Zuhörer mit ihrem einnehmenden Zauber.

Angelika Niescier hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten, darunter Nordrhein-Westfalens „Preis für junge Künstler“ (2003), und sie war der allererste „Improviser in Residence“ in der renommierten Jazzstadt Moers (2008), leitete das German Women’s Jazz Orchestra und erhielt den renommierten Jazz Echo 2010.

Angelika Niescier (saxes, comp), Chris Tordini (b), Gene Jackson (dr)

Niescier

www.angelika-niescier.de

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Fr. 28.10.2011
20 Uhr
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
Eintritt 20 € / ermäßigt 16 € / Mitglieder 12 €    >> Karten bestellen

NABATOV –  WOGRAM DUO

Wie die beiden Musiker es verstehen, unterschiedliche Tonwelten zu öffnen, ist schon bemerkenswert. Da wechselt sich Staccato-Gehacke mit lyrischen melodiösen Folgen ab, Avantgarde-Geätze mit handfest Jazzigem, impressionistische Tondichtungen mit Bebop-Tumult, behäbige klassisch angehauchte Motive mit treibenden Postbop-Grooves. Mit Leichtigkeit und Präzision verbinden sie scheinbar Unvereinbares und schaffen aus der Balance zwischen den Polen spannende Musik.

Notierte und frei improvisierte Passagen sind kunstvoll verwoben, so dass es dem Zuhörer oft nicht leicht fällt, Übergänge zwischen Komposition und Improvisation zu erkennen – eine formale Grenze, die im Konzept des ‚Instant Composing‘ unwichtig wurde. Schaffenskraft, Ideenreichtum und nicht zuletzt Fleiß spiegeln sich in schier unzähligen Stationen der vita Nils Wograms als ‚wichtigstem‘ europäischen aktiven Posaunisten wieder.

Simon Nabatov (p), Nils Wogram (tb)

nils_and_simon_piano

www.nilswogram.com

TIN MEN AND THE TELEPHONE

Wenn “Tin men and the telephone” einen Titel wie “jingle bells” spielen und man sich auf eine gemütliche Schlittenfahrt freut, merkt man bald, dass hier ein Kamikazekutscher die Pferde lenkt. Die drei Musiker verstehen es, lustvoll Klassiker zusammen zu setzen, haben aber auch jede Menge brillante Ideen. Ihre musikalische Entwicklung ist voller unerwarteter Wendungen und machen Lust auf mehr.

Kennengelernt haben sich Tony Roe, Lucas Dols und Bobby Petrov beim Studium am Conservatorium in Amsterdam. Bevor sie jedoch zum Jazz kamen machten sie Umwege über den Punk-Rock, Pop oder gar Folk-Fusion.

Auf ihrem Debutalbum „Moetjenou?!“ geht es ihnen nicht um ‚reinen Jazz‘, hier werden lässig Grenzen überschritten: Klangmaterial des Alltags wie z.B. Handy Klingeltöne, die Stimme des Navis oder Verkehrslärm werden zur Inspiration für Improvisationen. Da für die Musiker auch akustische und visuelle Eindrücke untrennbar miteinander verknüpft sind, sind Videoperformances Teil ihres Live-Auftritts.

„Ihre besondere Herangehensweise zwingt sie, nach Bühnen zu suchen, die jenseits der traditionellen Programme liegen und offen für neue Konzepte sind“. Diese Bühne will der Jazzherbst gerne bieten. Vorhang auf für Tin men and the telephone!

Tony Roe (p, electr.), Borislav Petrov (dr), Lucas Dols (b)

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www.tinmenandthetelephone.com

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Sa. 29.10.2011
20 Uhr
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
Eintritt 22 € / ermäßigt 18 € / Mitglieder 14 €    >> Karten bestellen

COLLECTIF LEBOCAL

Seit Jahren beglücken die kompositorischen Fähigkeiten der Musiker dieser Gruppe aus der Haute-Savoie den frankophonen Raum. Markenzeichen für deren fortschrittliche Jazzauffassung ist die nahtlose Schnittstelle zwischen allen Stilen. Die Gruppe kennt keinerlei Berührungsängste und verfügt über eine zappaeske Haltung der Grenzüberschreitung als Prinzip. Ausflüge in den elektronischen Bereich führen den Wechsel kaum spürbar werden lassend zu freejazzigen Kostbarkeiten.

Adami_LogoE- und U-Musik verschmelzen unwiederbringlich in orchestraler Brass-Power und Speed-Metal Gitarrenriffs. Mit teilweise aberwitzigem Tempo und bizarren Brechungen werden populärmusikalische Stile zur Bearbeitung freigegeben.

New Orleans Walking Lines mutieren zu Nino Rota inspirierter Filmmusik, um sich in mittelalterlich anmutender polyphoner Vokalharmonik aufzulösen. Ein Crossover aus Hardrock, Death-Metal und Belcanto liefert die Basis für große Oper.

Zur massiven Geste kontrastiert die filigrane Swingballade. Atmosphäre und Energie sind in der Musik von Collectif Lebocal keine Gegensätze. Von Drum & Bass bis Funk gepuscht, an den Sound englischer 70er Jahre Avantgarde-Orchester (Nucleus & Michael Gibbs) und Filmen von Peter Greenaway erinnert, macht der Zuhörer ungehörte Grenzerfahrungen innerhalb jazz-konnotierter Arrangements.

logo_copie_privee_roseExcellente Instrumentalisten, markante Stimmen und starke Solisten schürfen, wenden, sieben und bergen mit avantgardistischem Verve im Bodensatz der Musikgeschichte, um neu zu verknüpfen und Eigenwilliges zu erschaffen. Das ist beste Goldgräberstimmung in Sachen Jazz am Rande der Alpen. (Zappanale 21)

Loïc Burdin (tb, flh), Guillaume Lavallard (tb, flh), Daniel Verdesca (tb, flh), Jérémie Creix (tb), Vincent Camer (tb), Stéphane Monnet (b, tb), Amaury Bach (as, fl), Diego Fano (as), Ernie Odoom (ts, ss, voc), Guillaume Perret (ts, ss, es, effects), Laurent Desbiolles (bars, voc), Thierry Girault (p, keys), Cyril Moulas (g), Karim Maurice (eb), Thibaud Pontet (dr), Manu Cadiou (sounds)

Lebocal

 

www.lebocal.com

FESTIVALPASS  75 € / ermäßigt 58 € / Mitglieder 40 €

Sponsoren für das Konzert COLLECTIF LEBOCAL:

sponsoren2011

31. Konstanzer Jazzherbst 2010

Der 31. Konstanzer Jazzherbst 2010  beginnt Mittwoch dem 27.10.2010 und dauert bis zum  Samstag den 30.10.10.

jazzherbst

Der Jazzclub Konstanz präsentiert auch 2010 Künstler abseits des Mainstream zwischen Jazz, Rock und Stubenmusik. Zu hören sind Solos mit umgebauter Gitarre, ungewöhnliche Kompositionen mit traditionellen Instrumenten aus den Bauernstuben, freie Imnprovisationen und kraftvolle Klangkörper.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Projekt „Pierre Favre Grand Ensemble“ indem der Altmeister seinen neuen musikalischen Kosmos mit Orchesterbesetzung  in Szene setzt.

Nanook Of The North | Film & Musik

Mi. 27.10.2010
Zebra Kino, Joseph-Belli-Weg 5
20.30 Uhr

NANOOK OF THE NORTH (USA, 1921, 78 min)

Shirley Hofmann

Dem Filmemacher ROBERT J. FLAHERTY gelang es, das Leben einer Eskimofamilie und ihren Alltag so berührend zu schildern, dass der Film, der 1922 erstmals gezeigt wurde, großen Erfolg hatte. Schon wenige Jahre später galt er als Stummfilmklassiker, der das Genre des Dokumentarfilms revolutioniert hatte. Der Film gilt als einer der bedeutendsten Dokumentarfilme der Stummfilmära und als der erste Dokumentarfilm in Spielfilmlänge.

Mit Stimme, Blechinstrumenten, Akkordeon und einigen elektronischen Tricks wird SHIRLEY ANNE HOFMANN, in den 90ern Mitglied der legendären THE BLECH, die Lebensfreude, die der Film auch heute noch ausstrahlt, äußerst feinfühlig orchestrieren. Der in Kanada geborenen Multiinstrumentalistin gelingt es verschieden musikalische Welten zu verbinden.

Von der Tuba zur Taschentrompete, von der Vogelpfeife zum Megaphon, vom Gartenschlauch zum Obertongesang reicht ihr Instrumentarium, mit dem sie ihre wunderbare eigene Musikwelt schafft. Sie ist eine der frischesten und vielversprechenden Stimmen in der Avantgardeszene.

Shirley Anne Hofmann – accordion/voice/euphonium/trombone/electronics
Hörproben auf http://www.myspace.com/shirleyannehofmann

Gemeinschaftsproduktion mit dem Zebra Kino Kommunales Kino e.V.

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QUADRAT:SCH


Do. 28.10.2010
K9 Kulturzentrum, Hieronymusgasse 3
20.30 Uhr

QUADRAT:SCH

quadrat:sch

Barbara Romen   ̶  Hackbrett
Christof Dienz   ̶  Zither
Alexandra Dienz   ̶  Kontrabass
Gunter Schneider   ̶  Gitarre

Sie hören hinein in die subtile Klangwelt ihrer traditionellen Instrumente – Hackbrett, Zither, Gitarre und Kontrabass -, lassen die Stubenmusik in einer zeitgemäßen Form neu entstehen und erfinden ihre eigene Musik, geprägt von ihren musikalischen Erfahrungen und Vorlieben, Avantgarde und Klassik, Jazz, Ethno und natürlich auch Volksmusik, mit unerhörten Klängen und grooves.

Die strengen Kompositionen von Christof Dienz dienen in den meisten Fällen nur als Ausgangspunkt, von dem aus die Ideen mittels freier Improvisation weitergesponnen werden. Intensive Kammermusik mit hohem Improvisationsanteil.

Hörproben auf  www.dienz.at/quadratsch.html

Maya Homburger | Barry Guy

Do. 28.10.2010
K9 Kulturzentrum, Hieronymusgasse 3
21.45 Uhr

Maya Homburger – Violine
Barry Guy – Bass

Guy Homburger

Wer einmal seine auf Schautafeln gezeichnete Kompositionen gesehen hat, fein gestaltet, Grafiken gleich, erkennt die vielfältigen Interessen des BARRY GUY. Der modernen Kunst zugetan (er widmet seine Stück z.B. Künstlern wie Max Bill) und frei in seiner Musik überrascht er mit seiner Vielseitigkeit.

Er arbeitet kontinuierlich mehrgleisig, interpretiert klassische Musik, schreibt zeitgenössisch modern, improvisiert und er schreibt auch zeitgenössische, der Klassik angelehnte Stücke für sein Partnerin MAYA HOMBURGER.

Sie spielt eine originale Barockgeige und in der Klassikwelt ist sie eine international renommierte Interpretin von Bach und Biberwerken.

Zusammen gelingt den beiden der virtuose Brückenschlag zwischen Alter und Neuer Musik. Mehr und mehr konzentrieren sich die beiden auf die gemeinsame Arbeit im Duo. Dabei stellen sie Solowerke aus der Barockmusik in den Kontext von Jazz und frei improvisierter Musik.

Barry Guy dazu: „Das Ideal, sowohl Komponist wie eigener Interpret und Improvisator zu sein, finde ich äußerst faszinierend. Es sind keine freien Improvisationen, sondern Improvisationen in ganz bestimmten Parametern.“ Maya Homburger: „Innerhalb der Notation gibt es rhythmische Freiheiten.

Wir lieben es, wenn Bass und Violine sich rhythmisch ganz leicht verschieben und dadurch Dissonanzen auftreten. Es entsteht ein leichtes Flimmern, das wir sehr mögen.“ Barry Guy: „Wir wollen kein Crossover. Wir halten an der Verschiedenheit dieser Klangwelten fest. Es gibt aber emotionale Bezüge, die uns interessieren.“

Hörproben auf
www.barryguy.com

Der tollen Akustik wegen haben wir diese Konzerte ins K9 gelegt.

Paolo Angeli solo

Fr. 29.10.10
Kulturzentrum am  Münster, Wolkensteinsaal
20.00 Uhr

Paolo Angeli – plays Fred Frith & Björk

Paolo Angeli

Photo: Nanni Angeli

Paolo Angeli als versierten Gitarristen zu beschreiben, wäre untertrieben. Er hat eine Spieltechnik entwickelt, die weit über die Tradition seiner sardischen Heimat hinausgeht. Auffällig ist das Instrument, eine Gitarre mit der Anmutung eines Bauplatzes, auf dem zusätzliche Saiten und Stege, Bügel und Klötze aus unterschiedlichem Material angebracht sind.

Die Resonanzschwingung zusätzlicher Saiten erinnert an den Klang einer indischen Sitar. Ein Tüftler, dieser Paolo, ähnlich Lou Reed. Und ebenso wie dieser ein charismatischer Klangmaler.

Seine CD <tessuti>  mit der Musik von Frith und Björk ist eine für ihn typische musikalischen Reflexion voller  melodiöser und geräuschhafter Poesie. Sardische Tradition schimmert ab und zu auf in der formalen Strenge und in seltsamen Harmonien alter ländlicher Chormusik.

Die Musik, gepackt in bizarren, sehnsüchtigen Klängen führt in phantastische Klangwelten von seltsamer Schönheit. Sie ist lyrisch, perkussiv, manchmal auch noisy, duftig wie ein seltenes Gewürz. Sie ist nicht folkloristisch  und elektrosynthetisch. Sie ist handgemacht, hört sich gut an und tut gut.

Der Moment

Fr. 29.10.2010
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
21.15 Uhr

Der Moment

Der Moment

Gerhard Gschlößl – Posaune
Johannes Fink – Bass
Matthias Rosenbauer – Schlagzeug

Musik existiert anders als die Bildende Kunst nur zum Zeitpunkt, dem ‚Moment‘  des Entstehens. Das Ensemble kommt diesem Aspekt gerade dadurch nahe, dass seine Musiker sich im kreativen Prozess des freien Spiels immer wieder ‚selbst überraschen‘ und den Funken der Begeisterung mit Humor überspringen lassen.

Die Fachpresse schreibt es so: „Drei junge Musiker, voller Spielwitz & Humor, begnadet mit herrlichem Groove und Meister ihrer Instrumente, bilden das Trio…… und scheren sich einen Teufel um die standardisierten Muster des Musikmanagements und spielen, wie sie’s nennen, ihren – progressiven Jazz- “ (Jazzpodium)

Oder auch: „Die Souveränität an ihren Instrumenten bei den oft aus spontanen Ideen entstehenden
Improvisationen hinterließ einen bleibenden Eindruck. Ihr Name -Der Moment- ist Programm. Die Freude an ihrer Musik, gewürzt mit viel Humor, sprang sogleich auf das Publikum über. Gerhard Gschlößl (Posaune), Johannes Fink (Bass), Matthias Rosenbauer (Schlagzeug) sind Namen, die man sich merken sollte. “ (MHZ)

Hörproben: www.myspace.com/der-moment

Pierre Favre Grand Ensemble

Sa. 30.10.10
Kulturzentrum am  Münster, Wolkensteinsaal
20.00 Uhr

Pierre Favre Grand Ensemble

Pierre Favre Grand Ensemble

Pierre Favre – Schlagzeug, Percussion
Sascha Armbruster – Altsaxophon )
Andrea Formenti – Tenorsaxophon ) Arte Quartett
Beat Hofstetter – Sopransaxophon )
Beat Kappeler – Baritonsaxophon )
Frank Kroll – Sopransaxophon & Bassklarinette
Bänz Oester – Bass
Philipp Schaufelberger – Gitarre
Samuel Blaser – Posaune
Wolfgang Zwiauer – Bassgitarre

Ein feiner Sinn für Kontraste bestimmt seine Musik. Sensiblen Tönen stehen dunkle Klangballungen gegenüber, in denen die Elemente toben. Doch PIERRE FAVRE spielt nie den Donnergott, der es krachen lässt. Im Alter von 73 Jahren hat er es nicht mehr nötig, den Kraftmeier zu mimen: Favre ist ein Poet, der mit Trommeln, Becken und Gongs feingliedrige Klanggedichte zaubert.

1966 begann seine Zusammenarbeit mit der Pianistin Irène Schweizer und dem Bassisten Peter Kowald, ein Ensemble, das bald zu den führenden Freejazzgruppen Europas zählte (1986 beim Konstanzer Jazzherbst). „Wir wollten nicht mehr die Amerikaner kopieren, sondern unsere eigene Sprache finden.“ sagt Favre.

Mit seinem neuen Projekt „Pierre Favre Grand Ensemble“ läßt der Altmeister einen neuen musikalischen Kosmos entstehen. Schon die Orchesterbesetzung ist Ausdruck der Sensiblität und der schöpferischen Ideen von Pierre Favres Musikwelt. Das Ensemble teilt sich in zwei Hauptgruppen auf: Zum einen die Saiteninstrumente Gitarre und Bass; zum anderen die Saxofone: Sopran-, Tenor-, Alt-, Baritonsaxophon und Sopranino.

Eine Verbindung zwischen den Hauptgruppen wird durch Posaune und Schlagzeug geschaffen. Eine neuartige Musik jenseits aktueller Moden. Alle Musiker sind hochkarätige Interpreten und Improvisatoren. Sie spielen neue Stücke, die Pierre Favre für dieses Projekt komponiert hat.

„…Gleichzeit konzentrierte sich der Schlagzeuger aufs Solospiel. Er war einer ersten, der sich ganz alleine auf die Bühne wagte. Er spielte nicht mehr einen festen Swing, sondern schuf Klangräume und weite Spannungsbögen. Das Schlagzeug avanciert zum vollwertigen Instrument. „Ich hätte Nächte lang Alpträume.“ erinnert er sich mit Schaudern an den ersten Soloauftritt. In Wirklichkeit lief alles ohne Probleme. Besser noch: Favres Soloauftritte machten Furore. 1972 wurde er solo zu den Berliner Jazztagen eingeladen. Das Publikum stand Kopf.“ (zitiert nach Christoph Wagner, Schwarzwälder Bote)

Hörproben auf www.jpc.de