Sabine Rau (vl, comp), Antje Vetter (vl, comp), Anna-Sophie Becker (va, comp), Beate Wolff (vc, comp)
Fotos vom Jazzherbst 2011
© Copyright by Stefan Postius
Sabine Rau (vl, comp), Antje Vetter (vl, comp), Anna-Sophie Becker (va, comp), Beate Wolff (vc, comp)
Fotos vom Jazzherbst 2011
© Copyright by Stefan Postius
(N.W., Bernhard Bamert, Andreas Tschopp, Jan Schreiner)
Fotos vom Jazzherbst 2011
© Copyright by Stefan Postius
Do. 24.03.2011
20:30 Uhr
K9 Hieronymusgasse 3
Eintritt 12 € / ermäßigt 10 € / Mitglieder 8 €
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Konzert ABSTRAKT ORCHESTER
Moritz vonWoellwarth (tb), Markus Ehrlich (sax), Heiko Giering (bcl), Christian Steuber (sax), Johannes Stange (tp), Zacharias Zschenderlein (git), Johannes Billich (melodika), Markus Bodenseh (b), Peter Hinz (perc), Kristof Körner (dr)
10 Mann stark ist das junge und kreative Ensemble aus Karlsruhe, das die Musik von Moritz von Woellwarth interpretiert und darüber improvisiert. Zwischen zeitgenössischem Jazz, freier Improvisation, Chorälen und Liedern aus einer verdrehten Welt werden überraschende Wendungen und Ideen gesponnen. Die Musik wird jeden Abend neu erfunden, immer wieder werden neue musikalische Linien hörbar, die sie über die Akkordstrukturen des Komponisten legen.
Einerseits in der langen Tradition der Improvisation verankert, anderseits von Kindesbeinen an in der Kirchenmusik der Posaunenchöre verwurzelt, schreibt MvW Stücke für sein Ensemble, die als Anstoß zum Eigensinn gelesen werden können. Die Musiker sind ständig in Kommunikation. Ihre enorme Freude am Spiel entfaltet sich frei und impulsiv.
Eine Veranstaltung des Jazzclub Konstanz.
Do. 26.05.2011
20:30 Uhr
K9 Hieronymusgasse 3
Eintritt 12 € / ermäßigt 10 € / Mitglieder 8 €
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Thelonious 4
Die vier Musiker von Thelonious 4 geben Ihre eigene Interpretation der Musik Monks.
Von verschiedenen musikalischen Hintergründen kommend, erreichen die Bandmitglieder immer die höchste Ebene des Ausdrucks. Dieses Ensemble nähert sich dem traditionellen Quartett Format von einer neuen Perspektive und kreiert seinen eigenen unverwechselbaren „Sound“.
Die Mischung aus Tenorsaxophon und elektrischer Jazzgitarre gibt Monks Musik einen brillianten modernen und erfrischenden neuen Klang den das in Amsterdam gegründete Jazzquartett mit hohem Anspruch genügt.
Diese besondere Band zeichnet sich durch stabilen und kreativen Kontrabass und Schlagzeug aus. Mit dem herausbringen Ihrer ersten CD „Thelonious4“ kann man eine neue Perspektive auf Swing, Geschmack und Ausführung entdecken. Diese vier Musiker reflektieren das wahre Herz von Monks Musik, Balladen und „schlauer“ Blues oder kerniger „Groove“ Musik.
Guillermo Celano: Gitarre
Geboren in Buenos Aires (Argentina) 1977. Nach seiner musikalischen Ausbildung am E.M.P.A. (in Bs.As.) machte erseinen Master am Conservatorium van Amsterdam. Während seines Stdiums nahm er unterricht bei Lee Konitz, Ben Street, Ben Monder, Chris Cheek, Mark Turner, Matt Penmann, Peter Bernstein, Nestor Crespo, David Horta, Jesse van Ruller, Arnold Dooyeweerd, Maarten v.d Grinten, John Ruocco und vielen anderen. Als co-Leader und co-producer gründetet Guillermo „Celano Baggiani Group’‘ zusammen mit dem Schlagzeuger Marcos Baggiani. Diese Gruppe brachte schon 3 CD’s heraus: ‘Figuras’ BAU Records, ; ‘Simple songs’ MDR, mit Michael Moore; ‘Nothing changes’ Trytone Records, mit Michael Moore und Gorka Benitez.
Iman Spaargaren: Saxophon
Geboren 1972 in Amsterdam (Niederlande). Neben anderen studierte Iman bei Ferdinand Povel und Dick Oatts am Conservatorium van Amsterdam. Seinen Master machte er am Conservatorium van Rotterdam. In den Jahren 2008, 2009 and 2010 tourte er in Holland, UK und Ireland mit dem „European Union Quartet“. 2009 tourte er durch Finnland mit dem „Muistot Orchestra“. Iman war im niederländischen Fernsehen mit seiner Gruppe „Captain Hook“ und der „New Generation Big Band “ zu sehen. 2007gewann er beinahe den „Erasmus Jazzprijs competition“. 2006 spielte er mit „Captain Hook“ im Semi Finale der „Dutch Jazz Competition“.
Jurjen Bakker: Schlagzeug
Geboren 1977 in Aduard (Niederlande). Jurjens Schlagzeug Karriere begann mit einer lokalen Marschmusik Kapelle in Nord Holland. In seiner Teenager Zeit spielte er in Punk, Rock und Jazz Bands. Er zog nach Amsterdamum Planologie zu studieren, während ihn Jazz mehr und mehr vereinnahmte. Dies brachte ihn ans Conservatorium van Amsterdam. Jurjen hatte Unterricht bei Marcel Seriese, Martijn Vink, Gerhard Jeltes and Lucas van Merwijk. Er nahm teil bei master classes von Jack DeJohnette, Joey Baron, Ari Hoenig, Bill Stewart and Han Bennink. Jurjen arbeitet sowohl als Planologe, als auch als Jazz Schlagzeuger. Er spielt u.a. in der erfolgreichen Band „QUINCY“ aus der amsterdammer Jazz Szene.
Andreas Metzler
Geboren 1974 in Bern (Schweiz), aufgewachsen in Konstanz, studierte nach ersten Schritten an der Musikschule Konstanz am Conservatorium van Amsterdam. Seit vielen Jahren ist Andreas aktiev in der amsterdammer Jazz Szene und spielte zahlreiche Konzert, national und international, mit vielen verschiedenen Musikern. 2004 kam Andreas ins Semi Finale der DUTCH JAZZ COMPETITION mit seinen eigenen Kompositionen. Andreas spielte in verschiedenen Gruppen und Stilen: Ton Art Ensemble (experimental/avantgarde) Hamburg 1998, Shibly Band (worldmusic) Skopje Acoustic Festival 2001, Thelonious 4 (Monks Music) seit 2006, Nomy Rosenberg Trio (Gypsy Jazz) Silkeborg Riverboat Festival 2009, und vielen anderen. Andreas gründete NEW SOLUTIONS im Jahre 2002 und komponiert und arrangiert Stücke des berühmten französischen Komponisten Erik Satie. Inzwischen startete er ein Solo Projekt namens NEW SOLUTION bassolutions und brachte eine CD heraus auf der auch zahlreiche Stücke von Satie zu hören sind, aber auch von Renaissance Komponist Diego Ortiz, ein Stück der Beatles und John Coltrane.
Do. 29.09.2011
K9 Hieronymusgasse 3
20:30 Uhr
Eintritt 12 € / ermäßigt 10 € / Mitglieder 8 €
>> Karten reservieren
Die Dozenten-Band der Jazz + Rockschule Konstanz
Thomas Banholzer (tp), Uli Binetsch (tb), Klaus Knöpfle (sax), Kai Kopp (keyb), Sven Knieling (b), Ad Schwarz (g), Patrick Manzecchi (dr)

Jazz & Rock – der Name ist Programm, denn die unterschiedliche musikalische Herkunft der Mitwirkenden spiegelt sich im Repertoire der 7-köpfigen Band wider, das im Back-Katalog von u.a. Miles Davis, Jaco Pastorius, Stevie Ray Vaughan, Marcus Miller, Herbie Hancock, Jimi Hendrix, Maceo Parker und Joe Zawinul auf Schatzsuche geht. Getreu dem Motto „jazz ist the teacher – blues ist the preacher“, wie es Screamin‘ Jay Hawkins in den Mund gelegt wird, liefert dabei der Jazz den roten Faden des Repertoires. Rhythmisch getragen von filigranen Schlagzeug, und solidem Bass, den klangverliebten Sounds von Keyboard und der kraftvollen Rockgitarre, krönt der Bläsersatz die Backings des JRS-Kommandos mit aufwändig arrangierten Melodieführungen.
Mi. 26. – Sa. 29.10.2011
K9 und Kulturzentrum am Münster
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Mi. 26.10.2011
20 Uhr
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
Eintritt 22 € / ermäßigt 18 € / Mitglieder 14 € >> Karten bestellen
Die Festivaleröffnung gehört dem Musiker, der seit vielen Jahren zu den weltweit führenden Posaunisten zählt. Als gern gesehener Gast beim Jazzclub Konstanz (Lucas Niggli´s Zoom, Festivalband 2002, Root 70, Big Zoom, Undercarl) gestaltet Nils Wogram „seinen“ Abend und lässt gleich mehrere Posaunen erklingen. Seine Working Bands entwickelte er kontinuierlich über die Jahre weiter. Als Bandsleader überzeugt er genauso wie als Solist, Komponist und Sideman.
Beim Kollektiv VERTIGO TROMBONE QUARTET sind stilistische Grenzen kein Thema. Die Musiker sind sowohl im Jazz, in der zeitgenössischer Klassik und der freien Improvisation zu Hause. Ihr satter, vielstimmiger Posaunenklang wird in der FESTIVALBAND von den Rhythmikern Dejan Terzic und Patrice Moret unterstützt.
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Do. 27.102011
19:30 Uhr
K9 Hieronymusgasse 3
Eintritt 25 € / ermäßigt 20 € / Mitglieder 15 € >> Karten bestellen
Das Duo Morgenthaler/Röllin – das ist zeitgenössische Musik auf hohem Niveau. Als versierte Interpreten des „instant composing“, die sie sind, bringen sie komponierte Themen und frei improvisierte Passagen in schlüssiger Form und wechseln dabei spielend die Funktion zwischen Solist, Strukturbauer, Sound-Erfinder, musikalischem Unterstützer und Herausforderer. Mit einem Wort: spannende Musik.
Der Sound kommt reichlich elektrisch, ähnlich dem der Erfinder des Elektro-Sounds um Miles Davis, Joe Zawinul und anderen Soundtüftlern, zu Zeiten als nach der Hardbop-Ära rockige und synthetische Sounds das Klangbild bestimmten. Robert Morgenthaler gibt der Musik aus seiner reichen und vielfältigen musikalischen Biographie heraus horizontale Weite: von Spieltechniken des klassisch ausgebildeten Instrumentalisten über Hard Bop-Phrasierungen bis zu den polyphonen Techniken von Albert Mangelsdorff.
Urs Röllin baut auf vielfältige Weise harmonische und perkussive Strukturen, glänzt als Solist und setzt manchmal mit kräftigen Noise- und Rock-Partikeln vertikale Marken. Unüberhörbar ist die Spielkultur, welche die beiden versierten Musiker seit über zehn Jahren im Quartett „unart 4.0“ auf hohem Niveau entwickeln. Stationen ihrer vita auf dem Weg dahin sind bei beiden Musikern markant ungleich und dennoch wohl Voraussetzung für ihre gemeinsamen Projekte.
Robert Morgenthaler (tb), Urs Röllin (g)
Sieht aus wie ein konventionelles Streichquartett, ist aber ein ausgesprochen individualistisch geprägtes Solisten-Ensemble unterschiedlicher Charaktere. „So spannend spielen Streicher selten“ schrieb die WAZ schon 2007. Andere meinen: „Eine außergewöhnliche Kammermusik“, „eine tatsächlich zeitgenössische Improvisationsmusik“, „eine neue, ideenreiche Formation der zeitgenössischen Kammermusik“ oder „der richtige Weg, um mit dieser klassischsten aller klassischen Kammerbesetzungen eine tatsächlich zeitgenössische Improvisationsmusik zu zelebrieren“.
Es gibt viele Gründe, auf dieses deutsch-niederländische Quartett gespannt zu sein.
Sabine Rau (vl, comp), Antje Vetter (vl, comp), Anna-Sophie Becker (va, comp), Beate Wolff (vc, comp)

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„Das vielleicht aufregendste Saxophon im deutschen Jazz“ spielt die polnisch-deutsche Musikerin Angelika Niescier. Sie gehört zu jenen außergewöhnlichen Frauen, die seit einiger Zeit der europäischen Jazzszene neue Konturen geben. Sie ist eine zielstrebige Jazzkünstlerin mit unbändiger Energie, reichhaltiger Tonpalette und virtuoser Technik. „Ich bin Coltrane-geschädigt“, sagt Angelika mit leicht kokettem Ton.
Und doch gehört sie nicht zu den Hunderten von Coltrane-Nachahmern, sondern verbindet in ihren Kompositionen und Improvisationen ganz unterschiedliche Einflüsse aus 50 Jahren Jazzgeschichte mit einem sehr europäischen Formbewusstsein – und entwickelt daraus etwas ganz Eigenes, Innovatives. In ihrer Musik versöhnen sich komplexe Staccato-Themen mit lyrischen Stimmungen und verstörenden Minimalismen oder brechen in unaufhaltsame Vitalität und freie Kollektive aus (sonic).
Am 27.Oktober beginnt Angelika Niescier in Konstanz ihre Deutschland Release Tour „quite simply“ in dem New York Trio mit Christopher Tordini und Gene Jackson. Für alle, die Angelika Niescier mit ihrer Formation Sublim III in Singen in der GEMS gehört und gut gefunden haben, ist diese Gruppe eine dringend zu empfehlende auditive Erweiterung. Nach den sehr erfolgreichen 3 CDs mit ihrer Gruppe „Sublim“ geht Niescier einen Schritt weiter und fügt die nächste herausragende, schillernde Facette in Ihr künstlerisches Schaffen. Luzid, poetisch und gleichzeitig von virtuos umgesetzter tiefer innerer Kraft fasziniert ihre Musik die Zuhörer mit ihrem einnehmenden Zauber.
Angelika Niescier hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten, darunter Nordrhein-Westfalens „Preis für junge Künstler“ (2003), und sie war der allererste „Improviser in Residence“ in der renommierten Jazzstadt Moers (2008), leitete das German Women’s Jazz Orchestra und erhielt den renommierten Jazz Echo 2010.
Angelika Niescier (saxes, comp), Chris Tordini (b), Gene Jackson (dr)

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Fr. 28.10.2011
20 Uhr
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
Eintritt 20 € / ermäßigt 16 € / Mitglieder 12 € >> Karten bestellen
Wie die beiden Musiker es verstehen, unterschiedliche Tonwelten zu öffnen, ist schon bemerkenswert. Da wechselt sich Staccato-Gehacke mit lyrischen melodiösen Folgen ab, Avantgarde-Geätze mit handfest Jazzigem, impressionistische Tondichtungen mit Bebop-Tumult, behäbige klassisch angehauchte Motive mit treibenden Postbop-Grooves. Mit Leichtigkeit und Präzision verbinden sie scheinbar Unvereinbares und schaffen aus der Balance zwischen den Polen spannende Musik.
Notierte und frei improvisierte Passagen sind kunstvoll verwoben, so dass es dem Zuhörer oft nicht leicht fällt, Übergänge zwischen Komposition und Improvisation zu erkennen – eine formale Grenze, die im Konzept des ‚Instant Composing‘ unwichtig wurde. Schaffenskraft, Ideenreichtum und nicht zuletzt Fleiß spiegeln sich in schier unzähligen Stationen der vita Nils Wograms als ‚wichtigstem‘ europäischen aktiven Posaunisten wieder.
Simon Nabatov (p), Nils Wogram (tb)
Wenn “Tin men and the telephone” einen Titel wie “jingle bells” spielen und man sich auf eine gemütliche Schlittenfahrt freut, merkt man bald, dass hier ein Kamikazekutscher die Pferde lenkt. Die drei Musiker verstehen es, lustvoll Klassiker zusammen zu setzen, haben aber auch jede Menge brillante Ideen. Ihre musikalische Entwicklung ist voller unerwarteter Wendungen und machen Lust auf mehr.
Kennengelernt haben sich Tony Roe, Lucas Dols und Bobby Petrov beim Studium am Conservatorium in Amsterdam. Bevor sie jedoch zum Jazz kamen machten sie Umwege über den Punk-Rock, Pop oder gar Folk-Fusion.
Auf ihrem Debutalbum „Moetjenou?!“ geht es ihnen nicht um ‚reinen Jazz‘, hier werden lässig Grenzen überschritten: Klangmaterial des Alltags wie z.B. Handy Klingeltöne, die Stimme des Navis oder Verkehrslärm werden zur Inspiration für Improvisationen. Da für die Musiker auch akustische und visuelle Eindrücke untrennbar miteinander verknüpft sind, sind Videoperformances Teil ihres Live-Auftritts.
„Ihre besondere Herangehensweise zwingt sie, nach Bühnen zu suchen, die jenseits der traditionellen Programme liegen und offen für neue Konzepte sind“. Diese Bühne will der Jazzherbst gerne bieten. Vorhang auf für Tin men and the telephone!
Tony Roe (p, electr.), Borislav Petrov (dr), Lucas Dols (b)
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Sa. 29.10.2011
20 Uhr
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
Eintritt 22 € / ermäßigt 18 € / Mitglieder 14 € >> Karten bestellen
Seit Jahren beglücken die kompositorischen Fähigkeiten der Musiker dieser Gruppe aus der Haute-Savoie den frankophonen Raum. Markenzeichen für deren fortschrittliche Jazzauffassung ist die nahtlose Schnittstelle zwischen allen Stilen. Die Gruppe kennt keinerlei Berührungsängste und verfügt über eine zappaeske Haltung der Grenzüberschreitung als Prinzip. Ausflüge in den elektronischen Bereich führen den Wechsel kaum spürbar werden lassend zu freejazzigen Kostbarkeiten.
E- und U-Musik verschmelzen unwiederbringlich in orchestraler Brass-Power und Speed-Metal Gitarrenriffs. Mit teilweise aberwitzigem Tempo und bizarren Brechungen werden populärmusikalische Stile zur Bearbeitung freigegeben.
New Orleans Walking Lines mutieren zu Nino Rota inspirierter Filmmusik, um sich in mittelalterlich anmutender polyphoner Vokalharmonik aufzulösen. Ein Crossover aus Hardrock, Death-Metal und Belcanto liefert die Basis für große Oper.
Zur massiven Geste kontrastiert die filigrane Swingballade. Atmosphäre und Energie sind in der Musik von Collectif Lebocal keine Gegensätze. Von Drum & Bass bis Funk gepuscht, an den Sound englischer 70er Jahre Avantgarde-Orchester (Nucleus & Michael Gibbs) und Filmen von Peter Greenaway erinnert, macht der Zuhörer ungehörte Grenzerfahrungen innerhalb jazz-konnotierter Arrangements.
Excellente Instrumentalisten, markante Stimmen und starke Solisten schürfen, wenden, sieben und bergen mit avantgardistischem Verve im Bodensatz der Musikgeschichte, um neu zu verknüpfen und Eigenwilliges zu erschaffen. Das ist beste Goldgräberstimmung in Sachen Jazz am Rande der Alpen. (Zappanale 21)
Loïc Burdin (tb, flh), Guillaume Lavallard (tb, flh), Daniel Verdesca (tb, flh), Jérémie Creix (tb), Vincent Camer (tb), Stéphane Monnet (b, tb), Amaury Bach (as, fl), Diego Fano (as), Ernie Odoom (ts, ss, voc), Guillaume Perret (ts, ss, es, effects), Laurent Desbiolles (bars, voc), Thierry Girault (p, keys), Cyril Moulas (g), Karim Maurice (eb), Thibaud Pontet (dr), Manu Cadiou (sounds)

FESTIVALPASS 75 € / ermäßigt 58 € / Mitglieder 40 €
Sponsoren für das Konzert COLLECTIF LEBOCAL:
