Archiv der Kategorie: Konzerte

Pierre Favre Grand Ensemble

Sa. 30.10.10
Kulturzentrum am  Münster, Wolkensteinsaal
20.00 Uhr

Pierre Favre Grand Ensemble

Pierre Favre Grand Ensemble

Pierre Favre – Schlagzeug, Percussion
Sascha Armbruster – Altsaxophon )
Andrea Formenti – Tenorsaxophon ) Arte Quartett
Beat Hofstetter – Sopransaxophon )
Beat Kappeler – Baritonsaxophon )
Frank Kroll – Sopransaxophon & Bassklarinette
Bänz Oester – Bass
Philipp Schaufelberger – Gitarre
Samuel Blaser – Posaune
Wolfgang Zwiauer – Bassgitarre

Ein feiner Sinn für Kontraste bestimmt seine Musik. Sensiblen Tönen stehen dunkle Klangballungen gegenüber, in denen die Elemente toben. Doch PIERRE FAVRE spielt nie den Donnergott, der es krachen lässt. Im Alter von 73 Jahren hat er es nicht mehr nötig, den Kraftmeier zu mimen: Favre ist ein Poet, der mit Trommeln, Becken und Gongs feingliedrige Klanggedichte zaubert.

1966 begann seine Zusammenarbeit mit der Pianistin Irène Schweizer und dem Bassisten Peter Kowald, ein Ensemble, das bald zu den führenden Freejazzgruppen Europas zählte (1986 beim Konstanzer Jazzherbst). „Wir wollten nicht mehr die Amerikaner kopieren, sondern unsere eigene Sprache finden.“ sagt Favre.

Mit seinem neuen Projekt „Pierre Favre Grand Ensemble“ läßt der Altmeister einen neuen musikalischen Kosmos entstehen. Schon die Orchesterbesetzung ist Ausdruck der Sensiblität und der schöpferischen Ideen von Pierre Favres Musikwelt. Das Ensemble teilt sich in zwei Hauptgruppen auf: Zum einen die Saiteninstrumente Gitarre und Bass; zum anderen die Saxofone: Sopran-, Tenor-, Alt-, Baritonsaxophon und Sopranino.

Eine Verbindung zwischen den Hauptgruppen wird durch Posaune und Schlagzeug geschaffen. Eine neuartige Musik jenseits aktueller Moden. Alle Musiker sind hochkarätige Interpreten und Improvisatoren. Sie spielen neue Stücke, die Pierre Favre für dieses Projekt komponiert hat.

„…Gleichzeit konzentrierte sich der Schlagzeuger aufs Solospiel. Er war einer ersten, der sich ganz alleine auf die Bühne wagte. Er spielte nicht mehr einen festen Swing, sondern schuf Klangräume und weite Spannungsbögen. Das Schlagzeug avanciert zum vollwertigen Instrument. „Ich hätte Nächte lang Alpträume.“ erinnert er sich mit Schaudern an den ersten Soloauftritt. In Wirklichkeit lief alles ohne Probleme. Besser noch: Favres Soloauftritte machten Furore. 1972 wurde er solo zu den Berliner Jazztagen eingeladen. Das Publikum stand Kopf.“ (zitiert nach Christoph Wagner, Schwarzwälder Bote)

Hörproben auf www.jpc.de

Frühjahrsprogramm 2012

Zusätzlich zu dem 7. Jazzgipfel und der 15. NewComerNight veranstaltet der Jazzclub Konstanz in der ersten Jahreshälfte 2012 eine spezielle Konzertreihe mit internationalen Ensembles. Der „Piano-Frühling“ beginnt schon im Januar und endet im Mai. Vier Abende – zwei Trios und zwei Duos. Vier mal Piano und jedes Mal so ganz anders. Die Konzertreihe mit hohem künstlerischem Anspruch soll die Lust an der Unterschiedlichkeit der Musik dieser vier Pianisten und deren Gruppen wecken. Bis auf den Jazzgipfel, der im Wolkensteinsaal zu erleben ist, finden die Konzerte im Kommunalen Kunst- und Kulturzentrum K9 / Hieronymusgasse 3 in Konstanz statt.

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Do. 29.03.2012
K9, 20:30 Uhr
Piano-Frühling
KAPPELER-ZUMTHOR-DUO (CH)
Vera Kappeler (p), Peter Conrdin Zumthor (dr)

Kappeler Zumthor

Im KAPPELER-ZUMTHOR-DUO am 29.03.2012 mit Vera Kappeler (p) und Peter Conradin Zumthor (dr) haben sich zwei große, offene musikalische Seelen gefunden, die sich sonst auf ganz unterschiedlichen Parketts bewegen. Das Publikum wird sehr schnell spüren, dass aus diesem ungewöhnlichen Zusammengang pure, aufwühlende Faszination aufsteigt, ein mystischer, oft poetischer, manchmal schwermütiger aber bestimmt immer wunderschöner Klangmikrokosmos. In der Musik des Duos Kappeler-Zumthor geht es auch um liedartige Eigenkompositionen.

Im Gegensatz zu klassischen Pianisten wie André Previn oder Friedrich Gulda, die bei ihren Ausflügen in den Jazz ihr flinkfingriges Virtuosentum nicht ablegen konnten, ist Kappeler der Sprung in ein anderes Fach geglückt. Der schweizer Autor und Jazzpapst Peter Rüedi meint hierzu: „Vera Kappeler ist nicht naiv und nicht kompliziert, sie ist schräg, und zwar buchstäblich – als kämpfte sie ständig um’s Gleichgewicht und würde die Kurve immer gerade noch so kriegen. Auf ihre verquere Weise ist sie gewiss die spannendste Pianistin zur Zeit“.

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Do. 26.04.2012
K9, 20:30 Uhr
15. NEWCOMERNIGHT

::viergrad
Julia Strzalek (as/ss/comp), Johannes Schneeberger (p), Hendrik Havekost (dr), Valentin Link (b)

viergrad

Das junge Quartett ::viergrad versteht seinen Jazz als eigene, zeitgenössische , improvisierte Musik . Dabei setzen die vier Musiker ihre musikalischen Schwerpunkte meist auf lyrische Melodien, kombiniert mit geladenen, bis hin zu rockigen, explosiven Sounds.
www.viergrad.com

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31.05.2012
K9, 20:30 Uhr
Piano-Frühling
BEBELAAR-GODARD-DUO
Patrick Bebelaar (p), Michel Godard (tub, eb u.a.)

Bebelaar Godard

Zum Abschluss der Konzertreihe ist das BEBELAAR-GODARD-DUO am 31.05.2012 mit Patrick Bebelaar (p), Michel Godard (tub, eb u.a.) zu hören. Seit zwei Jahren widmen sich die beiden Instrumentalisten und Komponisten einem gemeinsamen Duo-Konzept. Die aktuelle CD „Dedications“ spiegelt das blinde Verständnis des miteinander Musizierens. Freiere, explosivere Reflektionen halten sich mit, melodisch-ruhigen Stücken die Waage. Einmal mehr bringt Tubist Michel Godard die gesamte Palette menschlicher Empfindung zum Ausdruck, dies auch auf der ungewohnten Bassgitarre. Patrick Bebelaar, vor einer Dekade mit dem Jazzpreis Baden-Württemberg geehrt, erweist sich ebenfalls als ausdrucksstarker Spieler zwischen feinen Klanggeweben und wuchtigen Flügelschlägen.

Gemeinsam brechen sie Barrieren zwischen verschiedenen Stilistiken auf. Ihre Musik beinhaltet eigene europäische Kultur genauso wie amerikanischen Jazz und die unterschiedlichsten musikalischen „Mitbringsel“ ihrer weltweiten Konzerttätigkeit. Ein Reise durch die imaginäre Folklore dieser Welt und in die eigene Vergangenheit bis hin zur Renaissance. Immer intensiv und voller Leidenschaft.

ruedigerschestag.wordpress.com/2011/02/20/konzert-patrick-bebelaar-michel-godard/

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Für den Besuch aller Konzerte gibt es für 40€ ein günstiges Abo, mit Ermäßigung für 25 € und für Mitglieder des Jazzclub Konstanz 15 €.