| Zoltán Lantos & Kornél Horváth | |
Jazz & improvisierte zeitgenössische Musik in Konstanz |
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Theater an der Grenze, Hauptstrasse 55a CH-Kreuzlingen
Die beiden ungarischen Ausnahme-Musiker Zoltán Lantos (Geige) und Kornél Horváth (Perkussion), beide weltberühmte Mitglieder der ungarischen Jazzmusikervereinigung "Majazz" und gleichzeitig auch der Kern des Budapester Jazzquartetts "Mirrorworld", beziehen sich gleichermaßen auf die Musik ihrer Heimat wie auch auf die Klassik Indiens. Doch ihre "ungarische" Musik ist nicht ungarisch und die "indische" kaum noch indisch – eher kann man sie als eine Musik bezeichnen, die die beiden welterfahrenen Musiker aus den traditionellen Zusammenhängen heraus sezieren und sie vor unseren Augen mit grosser Improvisationslust zu etwas gänzlich Neuem zusammensetzen. Zoltán Lantos hat – nach Klassikstudium und einem Jazz-Aufbaustudiengang in Budapest – 9 Jahre lang klassische indische Musik in Indien studiert. Im Duo mit Horváth doppelt er seine Violine mit direkt eingespeisten Loops oder Surrogaten des Tanpura-Borduntons. Er erweitert den Klangraum seines Instruments durch Hall- und Echoeffekte und greift auch mal zu einer mit 16 Resonanzsaiten versehenen Violine, die von der indischen Sarangi abstammt und extra für ihn angefertigt wurde. Der ausschließlich mit den Händen spielende Kornél Horváth entwickelt seine staunenswert vielgestaltigen Perkussionslandschaften zwischen Bongos, Congas, Kalebasse, Becken, Schellen und nicht zuletzt mit Instrumenten, die zuvor wohl noch kein menschliches Auge gesehen hat. Wer ihn auf der Bühne erlebt, vergisst augenblicklich, dass es neben Ungarn noch andere Länder geben soll, die fantastische Perkussionisten hervorgebracht haben. |
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