| BÄNZ OESTER - OLAF TON | |
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Fr. 09.11.07 Kulturzentrum am Münster 20.00
Es gibt europaweit keinen vergleichbaren Kontrabassisten, der mit einer solchen Musikalität und Improvisationslust die Hörer derart in den Bann ziehen kann. Bänz Oester darf mit seinem ausdrucksstarken und ungekünstelten Spiel inzwischen zu den führenden Bassisten Europas gezählt werden; er kann sowohl fundamentale Grooves erzeugen als auch sinnliche Klangexperimente inszenieren, seine Improvisationen zielen auf Wesentlichkeit, nicht auf leere Virtuosität ab (Berner Woche). Er arbeitet Bachs Partituren bis hin zur Schweizer Volksmusik in seine Kompositionen und Improvisationen ein. Es resultiert daraus eine hoch konzentrierte und ungewöhnlich liebevolle Musik. Seit den 80er Jahren entwickelt Bänz Oester seine markante Musikalität, seinen hörbar eigenen Stil. Er hat in unterschiedlichsten Bands mit Gilbert Paeffgen, Vinz Vonlanthen, Norbert Pfammatter, Philipp Schaufelberger, Harald Haerter und Samuel Rohrer zusammengespielt. Und er hat an der Entstehung von mehr als 40 CDs mitgewirkt. Seine neueste CD “Blosperment Suite“ bringt sein derzeitiges Verständnis von Bass Solo zum Ausdruck und versteht es mit einer unglaublich hörenswerten Musik zu verzaubern. Vollends spannend wird seine Soloperformance an dem Konzertabend in Verbindung mit der Gruppe Olaf Ton. Siehe auch unter www.baenzoester.com
Christian Marien - drumsSpannung durch Freiheit in einem etwas anderen Sinn versprüht die Musik der Gruppe „Olaf Ton“. Respektlosigkeit und ungezügelter Humor prägen die Stücke, die so skurril klingen wie ihre Titel. „Olaf Ton und das dunkle Vermächtnis der goldenen Kuh“ heißt bezeichnend eine CD. Hierin werden Harmonien zerfasert, Melodien verfremdet und eine walzerselige Blasmusik persifliert. Hart ist der meist durchlaufende Beat, über dem die Bläser Sounds kreieren, die Feuerwehrsirenen oder Spike-Jones-Disharmonien assoziieren. Stilbarrieren gibt es für die fünf jungen Musiker nicht. Das „geordnete Chaos“ wird zum Prinzip erhoben, die Klangformung ausgelotet. Es entsteht ein Gegenentwurf zum gefälligen Harmoniebedürfnis. In dieser Mixtur aus Gott-weiß-was-allem herrscht stets Hochspannung, die durch den Humor aufgelöst wird. (Klaus Muempfers Jazznotizen, Jazzpages). Das junge Quintett liefert keine Neuinterpretationen bekannter Themen, sondern begibt sich mit hinreißenden Solis, exzellentem Satzspiel und hypnotischen Rhythmen auf die Suche nach neuen Klanghorizonten. Alles klingt unerbittlich direkt und ist bis zum Rand mit berstender Energie angereichert. Ausgetretene Klischees sucht man in ihren stilistischen Klangkaskaden vergeblich (Jazzzeitung März 2004). Siehe und höre auch www.olafton.com |
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