| Stefan Heidtmann Project mit Gerd Dudek, Dieter Manderscheid, Klaus Kugel | |
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Donnerstag, 24. Februar 2005 im K9 / Beginn: 20:30 Uhr Stefan Heidtmann Project Stefan Heidtmann, Piano Der Pianist Stefan Heidtmann hat bekannte Musiker der Kölner Szene um sich versammelt und setzt mit ihnen seine sehr ausdrucksstarken Klangvorstellungen durch. Grenzen zwischen kammermusikalischer Klassik und improvisierter Musik sind für Heidtmann offenkundig fließend. Er ist kein Tastenakrobat, dem Schnelligkeit über alles geht. Für Heidtmann steht die Ästhetik des Klangs im Vordergrund. Stets mit viel Bedacht, gelegentlich zögerlich tastet er sich vorwärts und lässt die Töne im Raum schweben. Ebenso überzeugend wühlt er mit furiosen Stakkatoläufen Energiefelder auf, die vollgepackt sind mit Spannung und Dynamik. Dabei wird Heidtmann von einer exzellenten Rhythmusgruppe unterstützt. Souverän in Timing und Klangfülle ist Bassist Dieter Manderscheid und Schlagzeuger Klaus Kugel erweitert das Drumset um eine Vielzahl von filigranen Klang- und Perkussionsvarianten, die stimmig mit Heidtmanns Musik korrespondieren. Von ganz spezifischer Reife ist die Musik des vierten Akteurs an diesem Abend. Der Tenorsaxophonist Gerd Dudek zählt zu den wenigen deutschen Jazzbläsern, die von sich sagen können, dass sie seit mehr als 40 Jahren alle Entwicklungen mitgeprägt haben. Dudek, als Person höchst introvertiert, ist als Saxophonist technisch versiert und von profunder Ausdrucksstärke. Bei ihm spielt der ganze Erfahrungsschatz mit, den er sich erworben hat in Kurt Edelhagens Big Band, auf der wilden europäischen Free-Jazz-Szene und dann später als beseelter Jünger John Coltranes. Seine Chorusse erzählen hochemotionale Geschichten, sind gespickt mit Schwermut, aber auch wohlklingender Eleganz und kantigen Blueselementen und ihm ist ganz besonders anzumerken, wie er sehr aufgeht in dieserMusik. Das Heidtmann Project spielt keinen eingängigen Mainstream, sondern geht eigenständige Wege, auf denen Komponiertes und Improvisiertes oft bruchlos ineinander verwoben sind. (FRIEDHELM SCHULZ, Südkurier Villingen 23.03.2004) |
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