| AUTOFAB | |
Jazz & improvisierte zeitgenössische Musik in Konstanz |
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Do. 14.10.2004 Jan Klare - Altsaxofon, Diverses (D) Sie waren die Überraschung beim 23. Jazzherbst. “Die fulminante Show der Chaos-Ritter“ titelte Harald Ruppert daraufhin im SÜDKURIER. „…Druckvoll verbindet sich fieser Krautrock mit dem Funk eines James Brown. Schon nach 30 Sekunden steht dem Publikum ein ungläubiges Lächeln ins Gesicht geschrieben: Hartmut Kracht verbiegt sich über seinem E-Bass wie ein gequälter Homunkulus, entlockt ihm monumentale Dinosaurier-Riffs und endlose Rückkopplungen, indem er die Saiten mit dem Mikroständer bearbeitet. Die Musik von Autofab ist bunt wie ein 10-Pfennig-Lutscher, gemeinsam bringen die drei Musiker Underground-Attitüden in den Jazz ein, vermischen ihn mit elektronischen Experimenten und einem Scatgesang, der an dadaistische Lautgedichte grenzt. "Rale, rale, plups!" ruft Frank Köllges, als säße er nicht im K9, sondern einige Kilometer weiter, im Züricher Cabaret Voltaire. Mit Karacho zimmert der Drummer einen rabiaten Beat unter seine Verse, Bass und Saxophon stimmen ein, der Geist von John Zorn schwebt unter der Stuckdecke. …einen wagemutigeren, geglückteren und irrwitzigeren Auftakt des Festivals hätte man sich nicht wünschen können.“ AUTOFAB ist eine extrovertierte Band. Durchaus in der Tradition von ähnlichen Trioformaten wie Backdoor oder dem Odean Pope Trio stehend, kristallisiert sich hier ein völlig freistehender Sound, geprägt durch 3 starke Individualisten. Im Vordergrund stehen Energie und die Musikalität der Gruppe. Aktuelle CD: "autofab - Klare, Köllges & Kracht" (Mr.D
Music) ................................................... Gefährliche
Clowns In seiner Verarbeitung aller möglichen Stile von Bebop, Funk und Rock in krassem Sound und eigenwillig- dekonstruktivistischen Interpretationen kann das Trio schon eine wenig an John Zorns Naked City erinnern. Nur geschieht das hier mehr auf eine kölsche Art und Weise. Denn Schlagzeuger Frank Köllges verfügt schon über einige Stunksitzungserfahrungen, um mit seinen dadistisch anmutenden Lautgedichten die Lage im Griff zu halten. Alle Titel von AUTOFAB tragen Männernamen: Fred, Jerry, Jimmy. In letztgenanntem Stück biegt und wendet sich Hartmut Kracht um seinen Bass und verzieht dabei in altbekannter Weise seine Gesichtszüge parallel zum krass verzerrtem Sound seines Instruments. Die Fähigkeit der spontanen Weiterentwicklung kann das Trio
im zweiten Teil des Konzerts überraschend an den Tag legen.
Voll erfrischend kommt der Latino Klassiker "Tico, Tico" daher.
Jan Klares Saxophon klingt dabei mittels Effektgeräten wie ein
durch die Luft geschleuderter Plastikschlauch. AUTOFAB ist eine neue Band des Saxophonisten Jan Klare, der für dieses Trio mit Hartmut Kracht und Frank Köllges eine der interessantesten Rhytmusgruppen in deutschen Landen zusammmengeholt hat. Der Name AUTOFAB bezieht sich auf eine Kurzgeschichte des SciFi Autors Phillp K. Dick („Bladerunner“), in der eine, sich selbst weiter entwickelnde, Fabrik die Hauptrolle spielt. AUTOFAB ist eine extrovertierte Band. Durchaus
in der Tradition von ähnlichen Trioformaten wie Backdoor oder
dem Odean Pope Trio stehend, kristallisiert sich hier ein völlig
freistehender Sound, geprägt durch 3 starke Individualisten.
Im Vordergrund stehen Energie und die Musikalität der Gruppe. AUTOFAB spielt intellektuelle Musik in Reinkultur, die Band ist quasi ein Bollwerk gegen jeden Versuch, zeitgenössischen Improvisationsjazz einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Hier treffen sich wirklich nur Puristen und Hardcore Fans. Stilistisch bewegt sich das Trio zwischen den Polen Progrock, Jazz und Improvisation. Wenn Klare oder Frank Köllges singen, kann die Atmosphäre auch schon mal von Nirwana über Scat bis Hendrix pendeln, elektronische Verfremdung der Instrumente, drumcomputer und samples dagegen sind deutlich groovelastig. Blitzartige Richtungswechsel, unerwartete Zitate tauchen auf - Kracht treibt mit seiner Baßgitarre erbarmungslos nach vorne. Nur Wenige werden dies verstehen können! Die Musik von AUTOFAB spielt sich , einmal begonnen, wie von selbst. Die fulminante Show der Chaos-Ritter " Heute wird aus der Hüfte geschossen!", verspricht Jan Klare - in seinem bunten Hosenanzug sieht er aus wie eine wandelnde Krawatte aus der Epoche der Prilblümchen. Druckvoll verbindet sich fieser Krautrock mit dem Funk eines James Brown. Schon nach 30 Sekunden steht dem Publikum ein ungläubiges Lächeln ins Gesicht geschrieben: Hartmut Kracht verbiegt sich über seinem E-Bass wie ein gequälter Homunkulus, entlockt ihm monumentale Dinosaurier -Riffs und endlose Rückkopplungen, indem er die Saiten mit dem Mikroständer bearbeitet. Die Musik von Autofab ist bunt wie ein 10-Pfennig-Lutscher, gemeinsam
bringen die drei Musiker Underground-Attitüden in den Jazz ein,
vermischen ihn mit elektronischen Experimenten und einem Scatgesang,
der an dadaistische Lautgedichte grenzt. "Rale, rale, plups!" ruft
Frank Köllges, als säße er nicht im K9, sondern einige
Kilometer weiter, im Züricher Cabarte Voltaire. Mit Karacho
zimmert der Drummer einen rabiaten Beat unter seine Verse, Bass und
Saxophon stimmen ein, der Geist von John Zorn schwebt unter der Stuckdecke. Über Beats mit der Klangästehtik alter Telespiele legt sich ätherisch das Saxophon, eine wabernde Keyboardschwade umhüllt das Ganze, als seien die legendären LA Düsseldorf wieder auferstanden. "Jetzt gib mal voll Stoff!", brüllt Köllges schließlich dem Mann an den Lautstärkereglern zu. Was danach kommt bläst dem 23. Konstanzer Jazzherbst die Blätter von den Bäumen. Einen wagemutigeren, geglückteren und irrwitzigeren Auftakt des Festivals hätte man sich nicht wünschen können. Frank Köllges ist seit den 70-iger jahren eine Institution in Sachen Schlagzeug und Performance. Er war musikalischer Leiter bei Roncalli, tourte mit Michael Riessler, Gunter Hampel, Klaus König, gründete "Härte 10", hatte eigene kleine TV shows, leitet seit vielen Jahren die "Adam Noidlt Missiles", die u.a. in der Kölner Philharmonie spielten oder zur Dokumenta eingeladen wurden. Hartmut Kracht ist Bassist des Trios. Er erhielt den Kulturförderpreis der Stadt Düsseldorf. Die Liste seiner bisherigen Mitstreiter ist lang - nennen sollte man vielleicht den Pianisten Hans Lüdemann, den Geiger Mark Feldman oder den Gitarristen Marc Ducret. Seit ´93 spielt er zusammen mit Klare beim "Bösen Ding". Auf Jazzhausmusik erschien vor ein paar Jahren seine Solo CD "Kontrabass pur". Jan Klare hat verschiedenste Bands, Projekte, Preise vorzuweisen. Zuletzt erschien eine CD zusammen mit der WDR Big Band und man konnte ihn in dem Musik-Fußball-Spektakel "Duell D -NL" erleben. Konzerte führten ihn in aller Herren Länder. Seine Preise umfassen: 1. Preis Jazzmatch Dortmund ´94, Jazzpodiumspreis Niedersachsen ´98/ 2000, Westfalenjazz Preis 2001, Preisträger "Mixed Media - das Verweben der Künste” 2002 . |
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